Weltenbummeln in: Überall ein bisschen

Oder um es in Mia´s Worten zu sagen: Ich bin zurück von einer Reise rund um die Welt. Einmal hin und zurück, dass ich noch lebe ist Glück.

Dass zu reisen für mich so wichtig ist wie die Luft zum Atmen, ist mir nicht erst seit heute bewusst. Doch durch jedes neue Abenteuer wird dieses unheimlich große Verlangen, aufzubrechen um Neues zu sehen immer mehr. Das letzte halbe Jahr war wie ein dreifacher Lottojackpot für mich. Nur nicht mit Geldwert zu vergleichen. Es waren unbezahlbare Erinnerungen. Jede einzelne von ihnen. Ich bin gerade wie ein Wirbelwind, einfach nicht zu bremsen. Nichts kann mich halten. Ich muss immer schnell weiterziehen um ironischerweise nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Meine letzte Reise hat mich wieder um einen Kontinent reicher gemacht auf meiner Bucketlist. Sie hat mich von Wien über Bratislava erstmal 2 Tage ins wunderschöne Rom geführt. Ich habe mich richtig gefreut abermals durch diese romantischen Gassen schlendern zu können.

Da ich schonmal dort war und dieses Mal nicht den Drang hatte jede Sehenswürdigkeit abzuklappern, konnte ich die Stadt einfach mal in Ruhe genießen. Entspannt auf ein Eis gehen, mit einem Coffee to Go auf den Treppen vor dem Kolosseum sitzen und einen ganzen Nachmittag im Haus meiner Airbnb Vermieterin mit ihr zu sitzen um Pasta und frischen Mozzarella zu genießen, Unmengen zu rauchen, Bier zu trinken und Gespräche über Gott -oder eben nicht Gott- und die Welt zu führen. Und das ganz ohne schlechtes Gewissen etwas tun zu müssen, weil man ja grad in einer anderen als der Heimatstadt ist. War wohl mitunter auch so, weil dies nicht das eigentlich Ziel der Reise war, sondern einfach nur der Ausgangspunkt für die weitere. Ein wundervoller jedoch.

Nach diesen wenigen Tagen hieß es zum zweiten Mal „Fasten your seatbelt and remain seated until the sign is off“. Nächste Etappe hieß Flughafen Addis Ababa, Äthiopien.

Zum Glück nur ein kurzer Zwischenaufenthalt von 2 Stunden und kurze Zeit später also wieder ab in den Flieger, der uns noch weiter in den Süden Afrika´s brachte, nach Johannesburg, Südafrika.

Einer der ersten Sätze mit einer Einheimischen am Flughafen wird mir wohl noch länger in Erinnerung bleiben. „If you want to stay alive, do not go to Soweto!“

Machte die Sache natürlich erst richtig spannend. Wie ihr bemerkt, ich lebe noch hab noch alles dran und bin froh die 5 Stunden Stopover in Johannesburg mit einer Tour nach Soweto verbracht zu haben. Unser Guide ist selbst dort aufgewachsen, was die Geschichten, die er erzählte richtig lebendig und hautnah machte. Ich weiß nicht wieviel ihr von der Zeit der Apartheid wisst und ich muss gestehen, dass ich zwar im Groben eine Ahnung hatte, mir über das Ausmaß jedoch nicht bewusst war. Der Gedanke, der mich nicht mehr losgelassen hat war, dass diese Schreckensherrschaft noch keine 30 Jahre her ist. Schwarze durften bis Anfang der 1990-er Jahre nichts besitzen. Sie hatten kein Recht auf Eigentum. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ich wurde 1990 geboren. Zu diesem Zeitpunkt war es Schwarzen in Südafrika nicht erlaubt ein eigenes Haus zu besitzen und die Weißen Einwanderer lebten in Saus und Braus. Mir ist schon klar, dass das bis heute im restlichen Afrika nicht besser aussieht, aber darüber kann ich aber nicht viel sagen, weil ich erstens noch nicht dort war und es zweitens hier nur um meine Erfahrungen in Südafrika geht.

Wir fuhren also einmal quer durch den Stadtteil Soweto, welcher unendlich groß ist. In meiner Vorstellung, war es ein kleines Randgebiet mit ein paar kleinen Häusern und Hütten. Große Siedlungen mit schöneren kleinen Häuschen und gegenüber das Elend in Form von Baracken ohne Strom und fließend Wasser. Wellblechhütten und Latrinen. Unser Guide – sein Name war Tumelo, sagte dass dies für die Bewohner der Townships aber im Vergleich zu dem wo sie herkamen das Paradies sei. Die meisten Flüchtlinge seien aus Namibia, meinte er. Ja ganz recht auch dort gibt es eine Flüchtlingsproblematik, und trotzdem steht es dort nicht zur Debatte ob man ihnen hilft oder nicht. „Als wir zu ihnen flüchten mussten, haben sie uns aufgenommen. Jetzt sind wir für sie da!“

Für uns kaum vorzustellen auch nur einen Tag so zu leben. Nachwievor leben bis auf vereinzelte weiße Familien hauptsächlich Schwarze in Soweto. Angeblich ist die Situation friedlich und ein gutes Zusammenleben mittlerweile gegeben, versicherte uns Tumelo. Empfunden habe ich es aber auf der weiteren Reise trotzdem anders. Es ist bestimmt nicht mehr nur Mord und Totschlag – Stimmung, aber von Gleichheit kann man definitiv noch nicht sprechen. Es sind immer noch hauptsächlich Schwarze die Weiße bedienen, auf Tankstellen stehen und Straßen bauen. Das ist Realität. Ich habe nicht eine weiße Person auf der Straße umherwandern, betteln oder selbstgemachten Schmuck verkaufen sehen. Überhaupt sieht man sobald man die großen Städte verlässt eigentlich überhaupt keine Weißen mehr. Außer vielleicht ein paar Hotelmanager…

Flug Nummer 4 brachte uns dann endlich an unser erstes eigentliches Ziel, ans andere Ende von Südafrika, ins wunderbare Kapstadt. Oh diese Stadt. Sie hat uns zwar in der Dunkelheit empfangen, aber schon die erste Taxifahrt war an Herzlichkeit nicht zu übertreffen. Völlig fertig gelangten wir dann spät nachts ins absolute Paradies. Die beste Couchsurfing Unterkunft in der ich bis dato war. Haus, Pool, an der Küste, Blick aufs Meer. Ich glaub mehr muss ich gar nicht mehr sagen. Und abermals, ein herzerwärmender Empfang vom Hausbesitzer, der auch die nächsten Tage mehr als nett war. „Hier ist Kaffee, dort Wein, wenn ihr hungrig seid nehmt euch einfach was ihr wollt aus dem Kühlschrank. Fühlt euch wie zuhause.“ – Glaubt mir ich hätte in dem Moment vor Glückseligkeit heulen können. Hab ich glaub ich auch ein bisschen haha.

Da wir leider unter Zeitdruck standen, konnten wir auch diese Stadt nicht lange genießen und mussten nach 2 Tagen wieder aufbrechen. Doch die Tage haben wir genossen. Ich sage nur Wein, wahnsinnig gutes und erstaunlich günstiges Essen und unbezahlbare Ausblicke. Wenn wir so die Straße entlang wanderten, hatten wir auf der einen Seite die wunderschönen Berge und auf der anderen Seite das kristallklare türkise Meer mit unzähligen kleinen Buchten und dem weißesten Sand den ich jemals gesehen habe. Meine kleine Zehe war auch kurz baden, es war kalt hat sie berichtet. Sehr kalt!

Wenn mans genau nimmt hat das größte Abenteuer ja eigentlich erst hier begonnen. Am nächsten Tag am Flughafen von Kapstadt. Bei der Autovermietung. Ja genau, Roadtrip quer durch Südafrika stand am Programm. Und Linksverkehr. War spannend für mich, wollte ich auch schon ewig mal machen, aber dennoch ließ ich erstmal einen lauten Schrei los als ich mich auf der falschen Seite hinter dem Lenkrad befand. Nach kurzer Eingewöhnungsphase hatte ich es aber erstaunlich schnell voll im Griff und konnte bei lauter Musik, entspannt die Landschaft genießen an der wir vorbeirauschten. Ich glaube die ersten 2 Stunden haben wir mal nur gelacht und konnten unser Glück und generell diesen Moment einfach nicht fassen. Es war wie ein Rausch. Wie eine riesengroße Welle die uns verschlang und nicht mehr losließ. Magisch.

Der erste Tag, die ersten 400 Kilometer führten uns zum Kap der guten Hoffnung, zu den unfassbar süßen und zutraulichen Pinguinen am Boulder´s Beach, in die atemberaubend schönen und farbenfrohen, herbstlichen Weingärten des prunkvollen Delaire Graff Estate in Stellenbosch und spät Abends in ein kleines Pub mit billigem Bier und Tischfußball mit Einheimischen in Hermanus. Wir haben ein echt liebes kleines B&B gefunden, das ich nur wärmstens empfehlen kann falls ihr mal dort vorbeikommt. Es nannte sich Zoete´s Traveler Lodge, ist sehr liebevoll eingerichtet, ecofriendly und sehr engagiert für Township Kids und unterstützt generell viele Locals.

Wenige Stunden Schlaf später saßen wir wieder in unserer roten Zora, wie wir unser Auto tauften und waren am Weg weiter östlich. Die Straßen wurden immer schlechter je weiter wir fuhren. Bergstraßen, rauf und runter, Kurven, und reges Treiben. Menschen die am Straßenrand schlenderten, in der Hoffnung, dass sie irgendjemand ins nächste Dorf mitnahm, und unzählige Tiere. Vor jeder Kurve war die Spannung groß was einen als nächstes erwarten würde. Mal war es eine Herde Ziegen, mal Kühe, dann gab es auch Affen und leider viele bereits tote Hunde. Höchststand an einem Tag waren 19, danach haben wir aufgehört zu zählen. Ich hab übrigens nichts überfahren. Highlight des Tages war das Cape Agulhas. Das Ende der Welt, oder weniger dramatisch, der eigentliche südlichste Punkt von Südafrika, der nicht wie fälschlich oft angenommen das Kap der guten Hoffnung ist. Es ist außerdem die Stelle an der sich der Atlantische und Indische Ozean treffen. Ziemlich cooles Gefühl wenn man dort steht und weiß (außer der Antarktis) , dass einfach nichts mehr kommt danach. Und windig.

Völlig übermüdet verbrachten wir dann eine Nacht in einem kleine B&B in einer echt verlassenen Stadt. Alle Orte und Städte haben hier nach Einbruch der Dunkelheit etwas geisterhaftes. Abends sieht man keine Menschenseele mehr draußen, Restaurants haben um 21 Uhr fast keine mehr geöffnet, und auch sonst ist alles recht überschaulich. Der nächste Tag war wohl der kilometerreichste von allen, ich denke es waren an die 800 Kilometer. Da wir in 2 Tagen ganz am anderen Ende in Durban am Flughafen sein mussten, galt es uns ranzuhalten und so fuhren wir mit kurzen Stops in Knysna wo ich den wohl entzückendsten Shop aller Zeiten entdeckt habe – Hands, nennt sich das ganze und es ist eigentlich ein Designerkollektiv, das versucht sämtliche lokale Kreative die an der berühmten Gardenroute ansässig sind zu vereinen.

Danach machten wir eine kurze Kaffeepause in Jeffrey´s Bay, einem sehr berühmten Surfhotspot und fuhren weiter bis es dunkel wurde ins Detroit von Südafrika namens East London, wo wir im Eiltempo aus dem Auto raushüpften, im einzigen Laden der offen war eine Pizza kauften und die mit versperrtem Schloss im Auto hinunterschlangen. Da wir uns hier wirklich mehr als nicht wohlfühlten, haben wir dann spontan beschloßen doch noch ein Stück zu fahren, da wir einen Tipp bekommen haben für ein Dorf namens Chintsa. Auf die Idee nochmal auf die Tankanzeige zu blicken, bevor wir wieder außerhalb jeglicher Zivilisation waren kamen wir natürlich nicht, sodass die restliche Fahrt mit blinkender Tankanzeige im Stockdunklen über Feldwege mitten im Nirgendwo zu einer echten Zitterpartie wurde. Mit den Nerven, dem Tank und jeglicher Kraft am Ende schafften wir es aber noch zu Crawfords Beach Lodge, einem echten Juwel. Unter normalen Umständen wäre so etwas nicht erschwinglich, doch der Hotelmanager hatte irgendwie so Mitleid mit uns und machte uns einen extra Spezialpreis, nachdem ich im Gästeformular als Grund wie wir von ihnen erfahren haben: We got lost in the middle of the night, lacking gas!, angegeben hatte.

Man muss bedenken, dass man für 50 km oft 2 Stunden braucht, da die Straßen wirklich marode und voller Schlaglöcher sind und allgemein die Fahrbedingungen einfach nicht ansatzweise mit denen von Österreich zu vergleichen sind. Doch das sind dann eben auch wieder die Dinge, die einen Roadtrip so unglaublich spannend machen. Dieser Nervenkitzel, ob der Tank noch reicht bis zum Ziel, oder ob man nicht doch die Nacht mitten in der Pampa im Auto verbringen muss und auch dann am nächsten Morgen nicht sicher ist ob überhaupt jemals ein anderes Auto an einem vorbeifährt. Ja, im Nachhinein kann ich darüber lachen, im Moment war es…adrenalinreich.

In der letzten Nacht landeten wir noch im Dschungel. Der Ort nannte sich Port St. Johns und ist vor allem in den Medien für seinen gefährlichen Second Beach bekannt. Viele Haie. Viele Angriffe. Für diejenigen, die mich kennen, also völlig klar, dass dies das absolute Paradies für mich war haha… Wortwörtlich ging es über Stock und Stein, vorbei an Kühen die am Strand chillten, Hänge hinauf, wo ich im Nachhinein echt nicht weiß wie es unser Auto unbeschadet überstanden hat. Und schließlich landeten wir in der ultimativen Hippieunterkunft. Anfangs dachten wir es handelt sich um eine Aussteigerkommune, doch es waren alles Ortsansässige. Abends Falafel zu Goaklängen und Bier. War alles sehr surreal. Dieses kleine Stück Himmel behalt ich allerdings für mich. Ich denke wenn man dort landen soll, dann findet man es zufällig. So wie wir.

Nach finalen 2000 Kilometern, schafften wir es überraschenderweise echt rechtzeitig zum Flughafen in Durban um zur Abwechslung das Ruder mal wieder an einen Piloten abzugeben.

Über Dubai gings dann ins absolut konträre Bangkok. Ja schon wieder. Ich weiß. Wir hatten allerdings das Glück bei den urlaubspiraten einen wirklichen Jackpot an einer Flugkombination zu ergattern, die uns diesen überkontinentalen Trip ermöglichte, und konnten daher nicht nein sagen, auch wenn wir bereits im Februar in Thailand waren. Damals hatten wir aber keine Zeit um in den Norden des Landes zu fliegen, und so konnten wir es uns diesmal ein paar Tage im schönen Chiang Mai gut gehen lassen.

Da es nicht die Hochsaison in Thailand war, gab es wirklich sehr sehr gute Angebote für billige Zimmer. Und ja, warum keine Hauptreisezeit ist haben wir jeden Tag gespürt. Es war nie kühler als 38 Grad. Nein auch nicht Nachts. Nein die Klimaanlagen kamen auch nicht mehr nach und der Ventilator schon gar nicht. Und ja der Pool war schön. Schööön warm jedenfalls. Aber nach einer gehetzten Woche, wo wir jeden Tag von einem Ort zum nächsten reisten, war dies das perfekte Gegenstück. Ein traumhafter Ausgleich. Einfach mal ein paar Tage nichts tun. Lesen, Sonne tanken und die Seele baumeln lassen. In der Praxis war es gar nicht so einfach, mal wirklich nichts zu tun. Wir waren noch so in diesem -von Ort zu Ort ziehen, frei wie ein Vogel sein- drinnen, dass es uns echt schwer viel mal ein paar Stunden nur ruhig am Pool zu liegen. Abends erkundeten wir den kunterbunten Nightmarket, für den Chiang Mai so bekannt war und aßen uns durch die verschiedenen Köstlichkeiten. Mein Highlight waren aber die vielen kleinen Boutiquen, die wir am Weg dorthin sahen, wo man wirklich Raritäten und Besonderheiten fand, nicht nur diese Touristensachen wie man sie tausendfach an jedem Marktstand findet. Ja ich denke gerade an die berühmten Elefantenhosen, mit denen ungefähr jeder zweite Tourist herumläuft.

Wie immer im Leben, vergeht die Zeit wenn man etwas genießt wie im Flug, und das ist auch das Stichwort. Es ging wieder in Richtung Bangkok und auf zu einer 2 Tages Reise heimwärts.

Inklusive 18 Stunden Aufenthalt in Addis Ababa. Mit dem Glück auf unserer Seite, hatte die Fluglinie wegen der langen Zeit für alle die solange warten mussten ein Hotel in der Stadt gebucht. Ich wusste schon gar nicht mehr wie sehr ich mich über eine Dusche und ein Bett freuen kann.

Was ich noch gar nicht erwähnt habe, waren die lustigen Begegnungen mit den anderen Reisenden, die dieses Angebot auch gebucht hatten. Spätestens als wir uns am dritten Flughafen wiedergesehen hatten, haben wir bemerkt, dass wir doch eine ganz schön große Reisegruppe waren. Wir reisten alle getrennt, erlebten dieses Abenteuer aber doch irgendwie gemeinsam. Ist doch echt charmant oder?

So haben wir uns nach einem Nickerchen in einem absolut entzückenden aber wirklich uralten Taxi mit zwei Anderen auf in die Stadt gemacht. Naiverweise hatten wir uns das in etwa so vorgestellt. Taxi bringt uns zu dem Markt, wir steigen aus, schlendern etwas herum, kaufen ein paar Andenken, gehen vielleicht irgendwo etwas trinken, steigen dann wieder ins Taxi fahren zum Nationalmuseum, nehmen vielleicht am Weg noch wo etwas zum Essen mit, holen unser Gepäck und fahren entspannt zum Flughafen.

Die Realität war ein bisschen anders. Allein die Autofahrt war ein Abenteuer an sich. Definitiv vergleichbar mit den Verkehrsbedingungen wie man sie aus Asien kennt. Also kreuz und quer, riesengroßes Durcheinander, lautes Hupen, und ganz nach dem „First comes first serves- Prinzip“. Soetwas wie den Markt habe ich noch nie gesehen, links und rechts ein Teppich- und Textilienmeer, dazwischen ein paar Ziegen, Obst und Gemüse. Männer kamen uns entgegengelaufen mit einem 2 Meter hohem Stapel an Matratzen, am Kopf balancierend. Um unser Auto ein Traube von neugierigen Gesichtern, Hände die gegen die Scheiben gepresst wurden, Kinder die um Essen bettelten. Und wenn euch jetzt schwindlig wird beim lesen, hab ich genau das erreicht wie wir uns gefühlt haben. Pulsrasen, heiß/kalt, nicht mehr wissen wo man zuerst hinschauen soll. Pure Reizüberflutung eben. Aber aufregend. Bestimmt der spannendste Zwischenstopp den ich bisher erlebt habe. Aktuell leidet Äthiopien unter einer schlimmen Dürrekatastrophe, nach zwei ausgebliebenen Regenzeiten sind laut Welthungerhilfe mehr als 20 Millionen Menschen von Hunger&Durst bedroht. Dies soll kein Spendenaufruf sein, aber ihr könnt euch ja mal informieren. Ich habe selbst nur die Hauptstadt gesehen, kann es mir aber ungefähr vorstellen wie es den restlichen Landsleuten so gehen wird, denn die meisten sind Kleinbauern, sehen sich also in ihrer Lebensgrundlage bedroht.

Nach insgesamt 11 Flügen, über 36.000 Kilometern, exklusive 2000 Kilometern Roadtrip quer durch Südafrika, bestimmt 10 Städten und Orten verteilt auf 3 Kontinente, hat auch diese Reise nach kurzen 2 Wochen ihr Ende gefunden. Es war aufregend, nie langweilig, und atemberaubend schön. Ich habe so viele wahnsinnig nette und hilfsbereite Menschen am Weg getroffen, die mir abermals gezeigt haben warum ich immer wieder verreise. Man kreiert unbezahlbare Momente und Erinnerungen und das kann einem niemand mehr wegnehmen. Man wächst durch jede Reise und ich bin dankbar für die Möglichkeiten, die ich habe vor allem nachdem ich speziell auf diesem Trip unzählige Menschen gesehen habe, die diese nicht haben und so traurig es auch klingt, wohl auch nie haben werden.

Today, I´m thankful.

Hannah

 

 

 

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