Einfach: Typisch!

Heute beginnt die diesjährige Fußball EM. Viele Männer die ein paar Wochen lang einem Ball hinterherlaufen. Männer die diese Männer trainieren und anfeuern. Auch ein paar Frauen darunter, aber dennoch in der Unterzahl. 

Dadurch hab ich es mir zum Anlass genommen wiedermal für mich zu hinterfragen was eigentlich männlich und was weiblich ist. Durch welche Verahltensweisen manifestiert sich das typisch männliche Gehabe? Bier trinken und laut sein kann ich auch. Und das obwohl ich Brüste habe. Was genau ist es also, das die Männer zum „starken“ Geschlecht macht?

Die klischeehaften Dinge wie: Männer können besser einparken, Frauen besser multitasken, will ich jetzt bewusst beiseitelassen – ich denke mittlerweile wissen die meisten von uns, dass das Blödsinn ist.

Und weil es auch mir schwerfiel an andere als diese klassischen Behauptungen und Attribute zu denken, hab ich mir überlegt es anhand eines Buches zu versuchen. Ja man kann eventuell erahnen von welchem ich spreche.

Ich denke es wurde als DAS Frauenbuch schlechthin betitelt in den letzten Jahren – den sozialpsychologischen Hintergrund beleuchte ich vielleicht ein anderes mal. Die Rede ist natürlich von 50 Shades of Grey.

Für alljene unter euch die davon jetzt noch nichts gehört haben – was ich mir eher nicht vorstellen kann- es ist der Bestsellerroman von E.L. James, einer Londoner Produktionsleiterin. Sie erzählt dabei die Geschichte einer unschuldigen und unberührten jungen Studentin, die sich in den dominanten, erfolgreichen Unternehmer mit einer Vorliebe für BDSM verliebt.

Natürlich ist diese Version, um es vorsichtig auszudrücken, etwas überspitzt und realitätsfern. Jedoch nicht völlig abwegig. Wenn ich so an meinen weiblichen Freundes- und Bekanntenkreis denke, erinnere ich mich durchaus schon ähnliches gesehen und gehört zu haben. Nein, nicht auf die Sexualpraktik bezogen, ich spreche von dem Phänomen, dass sich viele Frauen extrem zu erfolgreichen und auf ihre Weise dominanten Männern hingezogen fühlen. Zu den starken, die sie beschützen können, ihnen etwas bieten können. Diejenigen, die ihnen die Möglichkeit geben ganz einfach „Frau zu sein“. Sich an der Hand führen zu lassen, in ein schickes Restaurant, danach mit einem schönen Kettchen von Tiffany überrascht werden. Viele werden jetzt innerlich rebellieren und denken: ach was ich doch nicht!

Mir ist durchaus bewusst, dass ich mich beim Begriff „Frau sein“ ebenfalls großer Klischees bedient habe und jeder der mich kennt weiß, dass ich definitiv nicht der Ansicht bin, dass es das ist was uns zur Frau macht.

Und dennoch, wer würde nein sagen, wenn ein Mr. Grey vor unserer Türe steht. Unglaublich gut aussieht, charmant und gebildet ist, spontan und noch dazu stinkreich und uns bittet mit ihm in seinen Privatjet zu steigen um für ein Wochenende in die Karibik zu fliegen?

Niemand? Eben. Ich auch nicht. Und das hat jetzt nicht unbedingt was mit Geld zu tun, nein das ermöglicht es einem nur. Es ist dieses Gefühl, das einem ein Mann vermittelt. Diese Souveränität und Entschlossenheit die er ausstrahlt, wenn er einen an der Hand packt und bereit ist sich in ein Abenteuer zu stürzen. Er einem dadurch das Gefühl vermittelt, dass alles möglich sei und wir uns fallen lassen können und in Sicherheit wiegen können.

Und hier wären wir bei Urinstinkten – Ja ich hab auch wieder gekichert als ich das Wort geschrieben hab.

Doch so banal ist es doch in Wahrheit oder? Frauen wollen einen Mann an ihrer Seite auf den sie zählen können, der sie überrascht und gut behandelt. Männer wollen eine Frau, die sie ihrerseits gut behandelt, sie überrascht und für sie da ist.

Ich weiß nicht ob das jetzt irgendjemanden schlauer gemacht hat. Ich bin wieder zum selben Schluss gekommen wie schon so oft, und zwar es liegt alles im Auge des Betrachters. Für mich gibt es kein rein männliches oder weibliches Verhalten, egal ob Mann oder Frau beide haben bestimmte Verhaltensweisen in sich, das allein macht sie jetzt aber nicht typisch dies oder jenes.

Wäre dem so, dann wäre ich typisch männlich weil ich gerne Bier trinke und Auto fahre und ungern putze. Ich denke dem ist definitiv nicht so.

Schönes Wochenende.

❤ Hannah

 

 

 

Bild: Pixabay

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