Damage Control

Was schmerzt mehr? Jemand zu verlieren der niemals wirklich da war, oder auf jemand zu warten der vielleicht nie kommen wird?

Ist es manchmal einfach besser Dinge gleich zu beenden, wenn sie einem von Anfang an mehr weh tun als sie einen glücklich machen und man nicht weiß wann sich dieser Zustand ändert, oder sollte man geduldig sein und dem Gefühl vertrauen, dass dies etwas ganz großes sein könnte und abwarten?

Manchmal gelangt man an einen Punkt wo man außer Fragen nichts mehr übrig hat. Das Problem an dieser Situation ist, dass es schlicht und einfach oft keine Antworten gibt. Man muss so oder so auf Risiko setzen und auch wenn ich beim Reisen, Essen und auch sonst grundsätzlich eher auf das Motto „schau ma mal“ setze, tu ich mir wenn es um mein Gefühlsleben geht sehr schwer. Etwas zu beenden noch bevor es überhaupt eine richtige Chance bekommen hat zu beginnen mag zwar der Weg sein um weiteren Verletzungen kurzzeitig auszuweichen aber sicherlich nicht das Rezept zum glücklich werden.

Auf etwas zu warten, das so unsicher erscheint wie ich auf einem Skateboard, klingt halt auch nach sehr viel Herzschmerz. Erst heute habe ich mir die Frage gestellt wie viel Schmerz man als Mensch auf welche Zeitspanne eigentlich ertragen kann. Nur um mich an dieser Stelle gleich noch zu fragen ob man, wenn man solch Ausdauer hat, diese überhaupt haben will?

Die hoffnungslose Romantikerin in mir schreit natürlich auf: Selbstverständlich! Wäre es einfach, wäre es keine wahre Liebe.
Und meine pessimistische Seite schüttelt nur den Kopf und meint: Na wenn es von Anfang an schon so schwer ist, wie soll das erst später werden?

Einerseits finde ich auch, dass eine frische Liebe nichts außer luftig und leicht sein soll, aber wie es nun mal oft im Leben ist, kommt eben dieses und gewisse Umstände auf die man leider nicht immer Einfluss hat dazwischen und erschweren vieles. Hier erscheint es mir relativ unreif gleich das Handtuch werfen zu wollen, obwohl man etwas wunderschönes hinter all den Schwierigkeiten vermutet.

Wie schafft man es nun sich nicht auf das Negative zu konzentrieren und sich gegenseitig keinen Druck zu machen? In der Theorie klingt das logisch, dass dies das schlechteste ist, das man in so einer Situation machen kann. Jedoch muss man sich doch auch seine eigenen Grenzen schaffen, sich ein Limit setzen oder soll man einfach naiv, endlos und ohne fixe Aussicht dahinvegetieren in diesem nicht enden zu wollenden Nimbusgefühl? Manche können das wahrscheinlich, ich eher nicht so.

Geduld ist generell nicht unbedingt meine Schokoladenseite. Wenn es dann auch noch um Gefühle geht, kommt bei mir dieser natürliche Drang nach Selbstschutz stark zum Vorschein und ich tendiere dazu davonzulaufen, mich abzulenken und auf das altbekannte Heilmittel auf Zeit namens Verdrängung zu setzen.

Selbstdurchgeführte empirisch belegbare Studien haben allerdings zu dem Ergebnis geführt, dass dies nicht immer die beste Form ist um mit solchen Angelegenheiten umzugehen. Neuere Erkenntnisse auf dem Gebiet Lösungsvorschläge habe ich leider noch nicht vorzuweisen.

Open call somit, offen für Ideen!

Hannah

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s