Australien 2017

Letztes Jahr erschien es mir unmöglich auch nur einen Satz zu Papier zu bringen. Warum kann ich nicht so genau sagen, wahrscheinlich war ich einfach nicht ganz bei mir. Erlebt hab ich aber trotzdem so einiges. Und da ich keine Befürworterin von „das beste kommt zum Schluss“ bin, beginne ich doch einfach gleich mit meinem absoluten Highlight der vergangenen Jahre. Im Dezember 2016 hab ich es endlich gewagt und einfach auf den „Ticket jetzt kaufen“ Button gedrückt und mir einen so langersehnten Wunsch erfüllt – und bin im Februar 2017 endlich nach Australien geflogen. 

Melbourne

Unendliche Weite, unfassbar weit weg, unzählige Tiere sowohl tödlich als auch wunderschön. Traumhafte Strände, kristallklares türkises Wasser, ewiger Sommer, all das habe ich mit Australien verbunden bevor ich endlich dort war. Bekommen hab ich alles und noch so viel mehr.

Wie ihr wisst hab ich schon beinah mein gesamtes Herz an die verschiedensten Orte dieser Welt verloren und trotzdem gehört ein ganz großer Teil seit 2017 dem kleinsten aller Kontinente.

Und das obwohl ich genaugenommen ja nur einen kleinen Teil davon gesehen habe.

Gleich zu Beginn hat mir die Metropole Melbourne ein Stück meines Herzens geraubt. Diese Stadt ist für mich der Inbegriff für urbane Coolness. Es gibt so viel zu entdecken, die Häuser sind so unfassbar süß, ganz verspielt und liebevoll bunt bemalt. Fitzroy lässt jedes Hipsterherz höher schlagen und hat mir die beste vegane Pho aller Zeiten beschert. Sämtliche Boutiquen sind so unfassbar gut durchdacht und an gutem Geschmack kaum zu übertreffen. Die unzähligen Parks geben einem trotzdem das Gefühl von nähe zur Natur und die Frage warum sie eine der lebenswertesten Städte der Welt ist hat sich für mich in den ersten paar Momenten dort ganz einfach von selbst beantwortet.

Das Wetter war zwar anfangs nicht ganz auf unserer Seite für australische Verhältnisse aber trotzdem um vieles besser als im kalten Winter in Wien.

Und wo die Stadt für mich ungeschlagener Meister ist: Frühstück!

Man bekommt es den ganzen Tag und in bester Qualität und meist schon beinahe kunstvoll angerichtet, was sich allerdings wie so ziemlich alles im Preis niederschlägt. Trotzdem eines der Highlights von Melbourne.

 

Sydney

Für mich und wahrscheinlich für ganz viele die insgeheime Hauptstadt Australiens.

Gewohnt haben wir im bekannten Stadtteil Bondi, natürlich um am gleichnamigen Strand in der Sonne zu sitzen und Surfer beobachten zu können.

Das Opera House war irgendwie viel kleiner als erwartet, für mich dennoch eines der kreativsten Bauwerke der Welt.

Im nebenan gelegenen Botanischen Garten hat man den besten Blick auf die Harbour Bridge und das Opera House und zudem einen wirklich guten Winkel für ein schönes Foto ohne allzu viele Menschen vor der Linse.

Das eigentliche Abenteuer hat ja irgendwie erst dort begonnen als wir unser Auto geholt haben und ich mich auf der falschen Straßenseite durch die Rush Hour Sydneys in Richtung Norden gequält habe.

Die nächsten Nächte haben wir in einem nördlichen Teil namens Manly verbracht nur um dort auf ein bekanntes Gesicht von Wien zu treffen. Die Welt ist halt doch ein Dorf.

Unser nächstes Ziel – Byron Bay, lag über 10 Autostunden entfernt, was uns schmerzlich bewusst machte wie groß dieses Land ist uns ein erstes Gefühl vermittelte wie groß die kleingeglaubten Distanzen in Wahrheit waren.

Wir haben noch eine Nacht einen Zwischenstopp bei einem Freund in Central Coast eingelegt und dort abermals wie die Tage zuvor schon diese unfassbar große Herzlichkeit der Australier kennenzulernen. Wir haben uns sofort aufgenommen und zuhause gefühlt. Wenn die Australier eine stereotypische Sache absolut erfüllen dann ihre „laid back“ Lebenseinstellung. Sie übermitteln einem immer wieder das Gefühl, dass alles schon irgendwie gut gehen wird und man sich eigentlich über nichts Sorgen machen muss und zeigen einem was wahre Gelassenheit und Leichtigkeit des Lebens heißt. Das macht sie zu wirklich angenehmen Zeitgenossen und man kann ganz leicht den Stress den man mitgebracht hat zurücklassen und sich auf alles schöne besinnen.

Dann endlich haben wir mein persönliches Ziel Byron Bay erreicht und uns im Hinterland in unserer eigenen kleinen Hütte für die nächste Woche niedergelassen. Unsere Tage sahen alle relativ gleich aus, endlich selbst kochen, früh aufstehen (sogar einmal am Strand joggen um 7 Uhr morgens) direkt ans Meer, dann nach Byron Bay rein, durch die Straßen schlendern um endlich alle meine geliebten und heiß ersehnten Modelabels bestaunen zu können. Dann gemütlich auf einen Absacker in eine Bar und dann heim und bis auf einmal als uns eine Schlange auf der Terrasse besucht hat allein bis ins Morgengrauen draußen sitzen. Eine der Nächte ist mir jedoch besonders in Erinnerung geblieben. Es war eine ganz klare Nacht ohne auch nur einer Wolke am Himmel und wir sind da mitten im Nirgendwo aufs Dach unseres Autos geklettert haben uns auf den Rücken gelegt und stundenlang einfach nur in das Sternenmeer über uns gestarrt. Ich habe so etwas noch nie gesehen. Es war einfach jede Stelle von einem Funkeln übersät. Es war pure Magie. Um uns herum nichts außer ein paar Grillen und Bäume und dieses Gefühl von endloser Weite.

Grenzenlos. Und ich habe mich so unendlich frei gefühlt.

 

Gold Coast

Das war quasi ums Eck und ist einer der Surf und generell Fitnessspots der Gegend. Wenn ich an die Gold Coast zurückdenke seh ich mich bei einem bunten Haufen von Deutschen, Australiern und Österreichern die dort ansässig waren auf der Terrasse beim typischen Barbecue sitzen und viel zu viel trinken, oder beim Sonnenuntergang bei Burleigh Heads zu sitzen im Gras, illegalerweise mit Bier in der Hand den Surfern zuzusehen. Ich sehe mich beim Currumbin Beach in dem Meeresarm von der Strömung umhertreiben lassen, unter mir gerne mal viele Bullenhaie wie mir die Einheimischen nachher berichtet haben. Die, die mich kennen wissen dass das ungefähr meine absolute Horrorvorstellung ist.

Ich erinnere mich noch genau an das Fell des Kängurus das ich gestreichelt habe, an die lieben Patschefüße des Koalas in meinen Armen, an Wombats die nur faul herum gelegen sind. Und daran dass leider schon die letzte Woche angebrochen ist was uns im Norden noch an die Sunshine Coast und den wunderbaren Eumundimarket, einen wöchentlichen Hippiemarkt brachte bevor es nach einer illegalen Nacht im Auto in Byron Bay direkt am Wategos Beach und nach einer der anstrengendsten Autofahrten direkt wieder nach Sydney ging.

 

Great Ocean Road

Wieder zurück in Melbourne, in der wohl bis dato spannendsten Airbnb Unterkunft bei einem super schrillen Designer in seiner kleinen Villa Kunterbunt mit Punkflair, machten wir uns am Weg in Richtung Westen entlang der Great Ocean Road. Wir haben irgendwo am Weg in einem Minidorf direkt an der Küste geschlafen und sind dann wie unzählige Busse voller asiatischer Touristen mit Selfiesticks zu den Twelve Apostles – einer wirklich beeindruckenden Felsformation im Meer, und einer kleiner Bucht namens Lord Ard Gorge in Port Campbell und haben nach 10 Minuten beschlossen in den nächsten kleinen Feldweg abzubiegen um ein paar friedliche und ruhige Minuten alleine den gewaltigen Wellen zuschauen zu können wie sie gegen die Felsen preschen.

Die letzte Herausforderung war dann nur mehr rechtzeitig direkt zum Flughafen zu fahren und wieder für Ewigkeiten im Flieger zu sitzen um ins winterliche Wien zurückzukehren.

Wie man sieht – erfolgreich gemeistert!

❤ Hannah

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